Start Magazin ACHTUNG! ᐅ Wurmkur bei Hunden – DAS sollten Sie beachten…

ACHTUNG! ᐅ Wurmkur bei Hunden – DAS sollten Sie beachten…

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Einmal im Jahr, alle paar Monate oder etwa nur bei offensichtlichem Wurmbefall? Diese Frage wird oft gestellt und meist raten Tierärzte, sich den Allgemeinzustand sowie die Lebensumstände des Hundes genauer anzusehen. Daran kann nämlich durchaus die Notwendigkeit einer Wurmkur ermessen werden. Machen Sie sich die folgenden Infos zunutze. Wer Bescheid weiß, ist schließlich klar im Vorteil!

Welche Faktoren spielen eine Rolle?

Bei der Entscheidung, wie oft im Jahr eine Wurmkur für Ihren Vierbeiner Sinn macht sind verschiedene Einflussfaktoren ausschlaggebend. Dazu gehören unter anderem:

  • leben weitere Tiere im Haus oder auf dem Hof?
  • Haltung in der Stadt oder ländlich?
  • regelmäßiger Sozialkontakt mit anderen Artgenossen?
  • besitzt der Hund einen Jagdinstinkt (mit teils erfolgreichem Abschluss)?
  • lebt das Tier in einer Familie (z. B. mit kleinen Kindern)?
  • hat der Hund überall seine Nase und verspeist alles, was ihm in den Weg kommt?

Kurz erläutert, welche Häufigkeit Sinn macht

Lebt Ihr Hund in der Stadt und vertritt sich lediglich zum Erleichtern die Füße um den Block – so ist es sicher nicht notwendig ihn viermal im Jahr zu entwurmen. Hier kann eine Anwendung jährlich schon reichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Stadthund ansteckt ist deutlich geringer als bei einem herumwuselnder Freigänger auf dem Dorf.

Hunde, die Freigänger sind, dürfen sich einfach öfters frei bewegen (z. B. bei Radtouren oder bei langen Gassigängen über Wald und Feld) und kommen tatsächlich mehr in Kontakt mit Wurmlarven bzw. Wurmeiern. Die Larven/Eier können überall sein. Im Kot oder Erbrochenem fremder Tiere, in Aas oder einfach wartend auf den nächsten Wirt im Gras.

Besitzen Sie einen geliebten Familienhund, der auch Ihren Kindern ein treuer Freund ist, sollte über eine regelmäßige Entwurmung (ca. viermal im Jahr) nachgedacht werden. Gerade der Kontakt zu Babys und Kleinkindern, die ohnehin alles in den Mund nehmen und noch kein gestärktes Immunsystem besitzen, kann Folgen haben. Selbst bei alten Menschen ist Vorsicht angewiesen. Ihr Organismus ist geschwächt und könnte erheblich Schwierigkeiten bekommen bei einer Infizierung. In jedem Fall ist es sinnvoll das Fellknäuel öfters zu entwurmen, um der Familie einen ausreichenden Schutz zukommen zu lassen.

Ist Ihr Partner mit der kalten Schnauze ein Staubsauger, der sich alles Erdenkliche einverleibt, sollten Sie es genauso halten. Zu groß ist die Chance, dass der Hund immer wieder infiziert wird. Ebenso sind jagdgetriebene Tiere mit einer regelmäßigen Entwurmung gut bedient. Eine Ansteckung mit Würmern ist hier relativ hoch. Das kann von der rasch verspeisten Maus bis über das erfolgreich erbeutete Kaninchen passieren.

Kann die Wurmkur ein Langzeitschutz sein?

Sie dürfen die Wurmkur nicht mit einer Impfung vergleichen! Leider hält die Wurmkur nicht dauerhaft an. Die Eingabe der Entwurmung befreit den Darm Ihres Lieblings lediglich von einem akuten Befall. Sollte Ihr Hund Tage später wieder „Ekliges“ fressen, kann ein erneuter Wurmbefall stattfinden.

Kommt eine Kotuntersuchung in Frage oder ist eine regelmäßige Gabe besser?

Möchten Sie Ihrem Hund eine auf Verdacht basierende Entwurmung ersparen, so besteht durchaus die Möglichkeit die Hinterlassenschaft beim Tierarzt prüfen zu lassen. Werden Würmer nachgewiesen, kann sofort eine Kur gegeben werden.

Die Methode ist sicher interessant für Hunde, die mit Nebenwirkungen (z. B. Durchfall, Übelkeit) auf Wurmkurmittel reagieren. Unnötiges Verabreichen bleibt ihnen erspart. Das ist gerade in diesen speziellen Fällen sehr tierfreundlich!

Nächstes Argument diesmal für eine regelmäßige Eingabe ist, dass ein negativer Kottest den Halter in Sicherheit wiegen könnte. Denn: Wie oben bereits beschrieben, kann sich der Hund kurz nach dem Arztbesuch mit Eiern infizieren. Die sogenannte Präpatenzeit nach der Aufnahme kann über Wochen/Monate dauern. Dann scheidet das Tier selbst infektiöses Gewürm aus, das wiederum für Mensch und Tier ansteckend wird.

WICHTIG: Möchten Sie Ihren Vierbeiner in Monatsabständen entwurmen, ist es ratsam ab und an das Wurmmittelpräparat zu wechseln!

TIPP: Es ist hilfreich sich eine Liste mit Datum und Namen des Medikamentes anzulegen.
So haben Sie und Ihr Tierarzt einen guten Überblick.

Symptome für die Notwendigkeit einer Wurmkur

Folgende Symptome lassen Sie erkennen, dass eine Wurmkur fällig sein könnte:

  • stumpfes, eher struppiges Fell. Der Glanz fehlt, dennoch ist der Hund fidel
  • hat der Hund vielleicht zusätzlich Flohbefall? Sogar Flöhe können Zwischenwirte für Würmer sein!
  • trotz guten Appetits nimmt das Tier ab. Die Futterration scheint nicht zu reichen
  • verminderte Leistungsfähigkeit

Ein Wurmbefall ist dabei kein Muss. Dennoch sind diese augenscheinlichen Merkmale bedenklich und ein Vorstellen des Hundes beim Tierarzt ist anzuraten! Es kann auch eine andere Erkrankung dahinterstecken.

Resümee zum Thema Wurmkur bei Hunden

Das Leid durch eine Ansteckung mit Würmern kann vielseitig sein. Die Widerstandskraft und der Gesundheitszustand des Vierbeiners können dabei eine entscheidende Rolle spielen. Ausgewachsene Tiere überstehen eine Infektion in der Regel gut, während Welpen rasche Hilfe benötigen. Ein Befall kann für ein Jungtier tödlich enden!

Sind Sie dennoch unsicher bei der Wurmkur? Sprechen Sie ruhig mit dem Veterinär Ihres Vertrauens und erläutern ihm, wie Ihr Tier gehalten wird. Mit Sicherheit findet er die passende Lösung für Sie und Ihr Tier.

Neben meinem Studium der Biologie verdiene ich mir mein Geld als Hundesitterin. Hunde und Katzen begleiten mich schon mein ganzes Leben. Aktuell leben ein Labrador und zwei Katzen in meinem Haushalt. Hier auf Tierliebe.com schreibe ich regelmäßig über alle möglichen Themen rund um Hunde und Katzen.

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