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Flöhe beim Hund – Effektiv behandeln und vorbeugen | Tipps & Tricks

Lesezeit: 4 min

Hundeflöhe gehören zur Gattung der Parasiten. Häufig werden sie von den Hundebesitzern erst spät entdeckt. Gleichzeitig sind sie hartnäckig zu bekämpfen, wenn sie sich erst einmal ausgebreitet haben. Um Ihren Hund hiervor zu bewahren oder – falls bereits ein Befall stattgefunden hat – die Flöhe wieder loszuwerden, gibt es einige Tipps und Tricks, die im Folgenden vorgestellt werden.

Was sind Hundeflöhe?

Hundeflöhe erkennen

Hundeflöhe gehören zu den Parasiten und befallen in erster Linie Hunde. Das heißt, die Flöhe leben auf der Körperoberfläche des Hundes – der in diesem Zusammenhang auch „Wirt“ genannt wird – und ernähren sich mit ihren Bissen von den Körperflüssigkeiten des Hundes. Es gibt dabei nicht, wie bei anderen Parasiten, eine bestimmte Jahreszeit oder bestimmte Monate, die die Flöhe besonders gerne mögen – sie können das ganze Jahr über vorkommen.

Am Hund gefällt ihnen besonders das warme, flauschige Fell. Die Weibchen können pro Tag bis zu 40 Eier legen und sich somit extrem schnell fortpflanzen und ausbreiten. Es kommt hinzu, dass die Flöhe teilweise auch ohne einen Hund als Wirt sehr lange überleben können und somit Zeit haben, auf einen geeigneten Hund zu warten, den sie dann befallen können. Dies erschwert die Bekämpfung zusätzlich.

Wie erkennt man Hundeflöhe?

Hunde Floh Kamm

Um erst einmal zu erkennen, ob Ihr Hund von Hundeflöhen befallen ist, gibt es eine einfache und kostengünstige Möglichkeit. Sie benötigen hierzu einen geeigneten Floh- oder Läusekamm und ein Stück Küchenpapier. Sie kämmen nun das Fell Ihres Hundes sorgfältig aus. Wenn dabei kleine, dunkle Rückstände im Kamm hängen bleiben, streifen Sie sie auf dem Blatt Küchenpapier ab. Um weitere Rückstände im Fell zu finden, können Sie es nach dem Kämmen auch ein wenig durchwuscheln.

Nun befeuchten Sie das Tuch und die darauf abgelegten Rückstände. Färben sich diese im Anschluss rot, ist die Diagnose eindeutig: hier sind Hundeflöhe am Werk. Denn die Absonderungen der Flöhe, vor allem deren Kot, färbt sich bei Wasserkontakt durch die in geringer Form enthaltenen Blutbestandteile Ihres Hundes rot.

Natürlich können Sie mit Ihrem Vierbeiner zusammen auch den Tierarzt besuchen. Dieser wird ihn gründlich untersuchen und kann Ihnen dann ebenfalls mitteilen, ob ein Befall vorliegt oder nicht.

Sind Hundeflöhe gefährlich?

Die gute Nachricht ist: Der Hundefloh kann sich weder auf dem Menschen noch auf Katzen vermehren. Zwar kann er dort als eine Art Zwischenstation verweilen – jedoch aufgrund der mangelnden Vermehrung nicht lange.

Für Hunde ist der Befall aufgrund des ständigen Juckreizes in erster Linie unangenehm. Doch wenn die Flöhe länger zu Gast bleiben oder Ihr Hund generell zu allergischen Reaktionen tendiert, kann es hierbei zu einer Sensibilisierung gegenüber dem Flohspeichel kommen. Dies kann zu weiteren Erkrankungen der Haut Ihres Vierbeiners führen.

Haben Sie den Verdacht auf eine solche Allergie, sollten Sie Ihren Tierarzt aufsuchen und mit ihm zusammen eine Strategie für die Bekämpfung und Beschwerdelinderung erarbeiten.

Was kann man bei einem Befall tun?

Wenn Sie einen Befall Ihres Hundes durch Hundeflöhe festgestellt haben ist es aufgrund der schnellen Vermehrung wichtig, die Flöhe möglichst schnell und wirksam zu bekämpfen, um sie loszuwerden.

Hierfür gibt es Produkte, die frei in verschiedenen Geschäften für Tierbedarf oder auch beim Tierarzt zu finden sind. Es geht dabei von Sprays über Shampoos bis zu Tropfen. Hierunter finden sich sowohl rein natürliche Mittel als auch solche, denen chemische Stoffe beigesetzt sind. Um sich selbst, seinen Vierbeiner und auch möglicherweise Kinder zu schützen, kann man bei einem leichten Befall zuerst versuchen, das Problem mit natürlichen Mitteln in den Griff zu bekommen. Gelingt dies nicht, kann man auf die stärkeren Mittel mit Chemikalien zurückgreifen.

Zu betonen ist hier, dass eine Absprache und eine Beratung beim Tierarzt in jedem Fall empfohlen werden kann. Dieser kann die Situation genau einschätzen und Ihnen das bestmögliche Produkt für die Bekämpfung an die Hand geben.

Da die Eier nicht nur im Fell Ihres Hundes abgelegt werden, müssen auch alle Decken, Kleider und Oberflächen, mit denen Ihr Hund in Kontakt gekommen ist, gereinigt oder heiß gewaschen werden, um hier ein Einnisten zu verhindern.

Gibt es prophylaktische Maßnahmen?

Um einen Befall von Hundeflöhen überhaupt erst zu verhindern, gibt es unterschiedliche Produkte und Methoden. So kann man ein Flohhalsband erwerben, welches protektiv wirkt. Auch verschiedene Shampoos oder Tinkturen können vorbeugend genutzt werden. Das regelmäßige Kämmen und Routineuntersuchungen beim Tierarzt sollten als prophylaktische Maßnahmen von jedem Hundebesitzer beherzigt werden.

Neben meinem Studium der Biologie verdiene ich mir mein Geld als Hundesitterin. Hunde und Katzen begleiten mich schon mein ganzes Leben. Aktuell leben ein Labrador und zwei Katzen in meinem Haushalt. Hier auf Tierliebe.com schreibe ich regelmäßig über alle möglichen Themen rund um Hunde und Katzen.

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