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Wellensittiche

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Ein Haustier bedeutet für die meisten Kinder zum ersten Mal Verantwortung für ein anderes Lebewesen übernehmen. Das ist ein großer Schritt und man sollte sich vorher alle nötigen Informationen einholen, um es dem Tier im neuen zu Hause so angenehm wie möglich zu machen. Daher möchten wir in diesem Artikel ein paar grundlegende Fakten zum Thema „Wellensittich“ präsentieren.

Der Wellensittich zählt in Deutschland zu den beliebtesten Vogelarten, welche in den heimischen 4 Wänden gehalten werden. Er hat seinen Namen von dem wellenförmigen Gefieder an seinem Körper bekommen.

Wo kommen diese Tiere ursprünglich her? Was sind die Kennzeichen der Wellensittiche?

Wellensittiche kommen ursprünglich aus Zentralaustralien, wo sie Steppen, Savannen und auch offene Grasflächen bewohnen. Sie repräsentieren die häufigste Papageienart auf der Welt. Hier wurden sie um 1800 zum ersten Mal entdeckt und damit begann auch die Züchtung der Tiere für die heimische Haltung.

Ursprünglich haben Wellensittiche ein grünes Gefieder und das Gesicht sowie die Kehle sind in hellgelb gehalten. Mit diesen Tarnfarben haben die Tiere genug Schutz im dichten Laub der Bäume und müssen so kaum Angst vor Fressfeinden haben. Durch die Züchtung der Tiere sind jedoch auch Farben wie etwa hell-und dunkelblau, gelb und sogar auch weiß entstanden.

Wellensittiche werden etwa 18 cm groß und bringen ein Fliegengewicht von etwa 30 – 50 Gramm auf die Waage. Die wichtigsten Kennzeichen der Tiere sind die Wangenflecken und die schwarzen Tupfen an der Kehle. Die Tiere haben sehr lange Schwanzfedern, mit denen sie die Balance halten und im Flug die Richtung steuern können. Die Verwandtschaft zu den Papageien lässt sich an Hand des Schnabels nachweisen. Dieser ist ebenfalls nach unten gekrümmt und der Oberschnabel greift über den Unterschnabel.

Ob man nun ein Männchen oder ein Weibchen vor sich hat, lässt sich äußerlich nur an einem Merkmal erkennen: Der Wachshaut. Die Wachshaut ist das Stück Haut oberhalb des Schnabels. Dieses ist bei männlichen Tieren blau gefärbt und bei weiblichen Tieren eher bräunlich.

Durch die jahrelange Züchtung der Wellensittiche sind, wie oben schon beschrieben, verschiedene Farbkombinationen entstanden. Blick man jedoch in die Familie der Papageien, dann finden sich Verwandte des Wellensittichs, wie etwa der Halsbandsittich, der Singsittich oder auch der Glanzsittich.

Ein Wellensittich kann zwischen 8 und 10 Jahren alt werden. Einige Exemplare erreichen sogar ein stattliches Alter von 15 Jahren.

Wie sollte man einen Wellensittich zu Hause halten?

Zunächst sei gesagt, dass Wellensittiche Gruppentiere sind. In der Natur kommt nie nur ein Tier allein vor und Wellensittiche schätzen die Gesellschaft von Artgenossen sehr. Daher empfehlen wir immer mindestens 2 Tiere zusammen zu halten. Wer in seinem Heim Platz hat, kann auch eine kleine Voliere aufstellen und eine kleine Gruppe von 5 – 7 Tieren halten.

Wichtig ist für die Tiere auch, dass sie genug Platz haben auch mal die Flügel auszubreiten und eine Runde zu fliegen. Zudem sollte den Tieren im Käfig genug Wasser und Futter zur Verfügung stehen.

Besonders mögen die Tiere frisches Obst und Gemüse. Da in Obst viel Zucker enthalten ist, sollte es als besonderes Leckerli aufgehoben werden. Wohingegen frisches Gemüse, wie etwa Gurke, Paprika oder Salat gern jeden Tag angeboten werden können. Im Käfig können auch kleine Äste oder Zweige angebracht werden, an denen die Tiere herumknabbern können. Dazu eignen sich besonders Birke oder Ahorn.

Die Wellensittiche sind auch sehr dankbar für ganz viel Spiel und Spaß. Beschäftigen Sie sich viel mit den Tieren, bauen kleine Spielzeuge oder versuchen ihnen kleine Tricks beizubringen. Umso enger wird die Bindung zwischen Ihnen und den Tieren.

Viel Spaß mit Ihren neuen kleinen Mitbewohnern!

Seit 2003 für die Öffentlichkeitsarbeit in einem Tierschutzbund tätig, habe ich mich privat vor allem Nagetieren und Vögeln verschrieben. Mit meinen Artikeln möchte ich nicht nur das Bewusstsein für Nagetiere und Vögel als Haustiere stärken, sondern auch Tipps und Hinweise für eine artgerechte Haltung und Pflege geben.

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